Die Legende von Marana

Die Legende von Marana

Tiermenschen-Völker

 

Gestaltwandler, umgangssprachlich Tiermenschen genannt, können drei verschiedene, je nach Volk individuelle Erscheinungen annehmen. Zum einen eine animalische und eine menschliche. In der menschlichen Form treten mindere bis stark auffallende, Volks-spezifische Abweichungen zu echten Menschen auf. Zusätzlich dazu gibt es noch die zwischenmenschliche oder humanuide Form. Diese gilt als bestialische Gestalt, welche in den meisten Fällen zu komplexer Sprache und aufrechtem Gang fähig ist und zusätzlich bedeutend ausgebildete Sinne besitzt. Volksspezifisch werden die Fähigkeit zur Verwandlung bei Geburt oder auch erst beim Heranwachsen erlernt.



  • Fischmenschen
Bezeichnet unter diesem Begriff werden die Gestaltwandler der See, seit dem Sturm auf die Eldirne 7994 ebenso gefürchtet wie die Armas del Meutre. Im Gegensatz zu den Gestaltwandler-Völkern des Landes leben sie nicht in Zusammenschlüssen von Individuen gleicher Art, sondern durchwandern die See in verschiedensten, äußerlich stark voneinander abweichenden Kongregationen, deren Mitglieder oft zwischen passierenden Gruppen wechseln. Ähnlich den Tar'Rah besiedeln die weiblichen Gestaltwandler der See als Einzelgängerinnen das Wilde Land des Südens. Demnach benennen sie sich nicht nach Völkern. Stattdessen werden sie umgangssprachlich zu Fischmenschen denigriert, von denen die größten als gefürchtete Schiffschlächter und Räuber der Meere gelten.
Die Kongregation, welche sich mit den Armas del Meutre vereinte, bestand aus einem unüblichen und bis zu diesem Zeitpunkt nie gesehenen Zusammenschluss von gleich drei der stärksten Schwärme unter den Fischmenschen.


  • Cehara
Das für Menschen unbekannte Volk der Cehara lebte für Menschen unbekannt im westlichen Nordmeer; von den Strömen des Dreiten umringt umringt und somit unerreichbar für jedes Schiff.
Während sie in natürlichen Baumbehausungen hoch in einem dichten Wald leben, betreiben sie Fischfang und die Aufzucht einiger weniger Nutztiere. Die Kultur der Cehara ist durch rein mündliche Überlieferung ihrer Geschichte geprägt, wobei sie sich einer für fremde Völker unerlernbaren, maßlos komplexen Sprache bedienen. Der gegenwärtiger Führer gibt das gesamte Wissen seiner Vorfahren kontinuierlich und in Zusammenhang mit vielen individuellen Zeremonien an seine Kinder weiter. Der oder die Erstgeborene unter ihnen wird einst seinen Platz einnehmen und diese Tradition an seine eigenen Kinder weitergeben.
Bevor ein gekentertes Handelsschiff an den Strand ihrer Insel gespült wurde und man die Überlebenden widerwillig umsorgte, fand seit Jahrzehnten kein Austausch zwischen Cehara und anderen Völkern statt. Auch danach war es den Mitgliedern des Volkes verboten, ihre Heimat zu verlassen. Diese Distanz zu dem Rest der Welt und den Menschen hat ihren Ursprung in der gemeinsamen Vergangenheit dieser beiden Völker, aus der die Ältesten, welche allein das Wissen darüber besitzen, den weisen Schluss gezogen haben, man müsste allen zukünftigen Kontakt unterbinden. Die gottesnahsten unter ihnen, auch Karmanen genannt, stehen im Austausch mit und folgen den Anweisungen von dem Gott Surlok.


  • Lania
Die weißen Vogelmenschen aus dem Volk der Lania leben in Einklang mit den Sirahi auf San Ghota-Lar. Vereinzelt finden sich überall auf der Welt weitere, kleinere Populationen. Mitglieder des friedfertigen, anpassungsfähigen Volkes leben nach eigener Vorliebe in der Form, die sie für sich bevorzugen, isoliert oder unter Menschen. In animalischer Form sind sie leicht mit Tauben zu verwechseln.


  • Tar'Rah ("Wolfsmenschen")
Tar'Rah distanzieren sich rabiat von den Menschen. Sie besitzen ihr eigenes Revier und ihre eigenen Inseln weit im unerforschten Süden, auf denen sie niemand anderen erlauben. Die weiblichen Mitglieder des Volkes leben in einer komplex strukturierten Gemeinschaft auf der größten dieser Inseln, Bersamut; die männlichen in kleinen Rudeln auf allen umliegenden. Alle zwei Jahre werden die männlichen Tar'Rah befristet auf Bersamut geduldet, damit sich die Frauen mit ihnen vereinen, und damit die ältesten der aufgezogenen männlichen Nachkommen in ihre Gruppe überführt werden können. Den Gesetzen der Marine widersetzen sie sich und führen ihr Leben nach eigenen, in den Augen der Menschen bestialischen und grausamen Regeln. Ihr Volk ist blutrünstig und ungemein aggressiv.
 
 
Scarwhite und seine Mannschaft nehmen ihre menschliche Form lediglich aus diplomatischer Notwendigkeit gegenüber Blackcalb ein. Generell leben Tar'Tah in ihrer humanuiden oder bestialischen Gestalt, welche denen von Wölfen ähnelt. Ausgewachsene Tar'Rah erreichen dabei auf allen Vieren eine Schulterhöhe von über zwei Metern.