Die Legende von Marana

Die Legende von Marana

Tiermenschen-Völker

 

Gestaltwandler, umgangssprachlich Tiermenschen genannt, können drei verschiedene, je nach Volk individuelle Erscheinungen annehmen. Zum einen eine tierische und eine menschliche, in denen sie sich nur in seltenen Fällen von richtigen Tieren beziehungsweise Menschen unterscheiden. Falls Abweichungen auftreten, dann hauptsächlich in der Größe. Zusätzlich dazu gibt es noch die zwischenmenschliche Form, in der sie meistens Menschen gleichen, jedoch noch viele tierische Merkmale innehaben. Zu diesen gehören vor allem die, die ihre Sinne weiterhin besser ausgebildet halten oder ihnen andere Vorteile gegenüber ihrer humanen oder animalischen Gestalt geben.



  • Fischmenschen
Bezeichnet wird dieses fast ausgestorbene Volk als die Räuber der Meere, seit dem Sturm auf die Eldirne 9994 ebenso gefürchtet wie die Armas del Meutre.
Fischmenschen gehören zu den stärksten Gestaltwandlern, im Besitz übermenschlicher Kraft und Fähigkeiten sowohl an Land als auch unter Wasser. Männer und Frauen leben getrennt voneinander, wobei die weiblichen Mitglieder des Volkes als Einzelgängerinnen das Wilde Land des Südens besiedeln, während sich ihre männlichen Artgenossen meist in festen Gruppen von zehn bis dreißig Mitgliedern aufhalten. Diesen Schwärmen wohnen zusätzlich bis zu vierzig freie, stetig etwa halbjährlich den Schwarm wechselnde Mitglieder bei. Die große Gruppe, welche sich mit den Armas del Meutre vereinte, bestand aus einem unüblichen und bis zu diesem Zeitpunkt nie gesehenen Zusammenschluss von gleich drei der stärksten Schwärme unter den Fischmenschen.


  • Neikonji
Die Katzenmenschen sind ein kleines, friedliebendes Volk beheimatet auf der kaum besuchten Insel Okenna im Mittelmeer. Während sie in natürlichen Baumbehausungen hoch in einem dichten Wald nahe am Strand leben, betreiben sie Fischfang und die Aufzucht einiger weniger Nutztiere. Die Kultur der Neikonji ist durch rein mündliche Überlieferung ihrer Geschichte geprägt. Der Älteste und damit gegenwärtiger Anführer gibt das gesamte Wissen seiner Vorfahren kontinuierlich und in Zusammenhang mit vielen individuellen Zeremonien an seine Kinder weiter. Der oder die Erstgeborene unter ihnen wird einst seinen Platz einnehmen und diese Tradition an seine eigenen Kinder weitergeben.
Bis auf den monatlichen Besuch eines Händlerschiffes und den daraus resultierenden Austausch einiger kleinerer Güter haben sie keinen Kontakt zu Menschen. Den Mitgliedern des Volkes war es bis zu Vinarossas Auftauchen von den Ältesten verboten, ihre Heimat zu verlassen. Ebenso nehmen die Neikonji nie ihre rein menschliche Gestalt an. Diese Distanz zu den Menschen hat ihren Ursprung in der gemeinsamen Vergangenheit dieser beiden Völker, aus der die Ältesten, welche noch Wissen darüber besitzen, den weisen Schluss gezogen haben, man müsste allen zukünftigen Kontakt unterbinden, denn diese sollte sich nicht noch einmal wiederholen.


  • Taubenmenschen
Taubenmenschen leben in Einklang mit den Sirahi auf San Ghota-Lar. Vereinzelt finden sich überall auf der Welt weitere, kleinere Populationen. Mitglieder des Volkes leben nach eigener Vorliebe in der Form, die sie für sich bevorzugen, isoliert oder unter Menschen.


  • Wolfsmenschen
Wolfsmenschen distanzieren sich rabiat von den Menschen. Sie besitzen ihr eigenes Revier und ihre eigenen Inseln weit im unerforschten Süden, auf denen sie niemand anderen erlauben. Den Gesetzen der Marine widersetzen sie sich und führen ihr Leben nach eigenen, in den Augen der Menschen bestialischen und grausamen Regeln. Ihr Volk ist blutrünstig und ungemein aggressiv.
Dass sich Scarwhite und seine Mannschaft als Menschen gezeigt haben, war lediglich eine diplomatische Notwendigkeit. Generell aber nehmen Wolfsmenschen nur ihre zwischenmenschliche oder tierische Gestalt an, in welchen sie normale Wölfe und Menschen merklich in Körpergröße und Stärke überragen. Ausgewachsene Wölfe erreichen dabei eine Schulterhöhe von bis zu zwei Metern.
Männliche und weibliche Mitgieder des Volkes der Wölfe leben, wie bei den Fischmenschen, getrennt voneinander und treffen sich nur zu bestimmten Zeiten zur Paarung. Wo die Wölfinnen leben, ist noch unbekannt, während ein Großteil der männlichen Population durch Epees Hand umgekommen ist.