Die Legende von Marana

Die Legende von Marana

Fragen über Marana

  • Wie kam es zu der Entstehung von Marana?
Im Alter von zwölf Jahren begann ich erstmals mit dem Ausarbeiten einer Geschichte, aus welcher dann im Laufe von Jahren die Legende von Marana entstehen sollte. Anfänglich war Zezayas Abenteuer dazu angelegt, ein Comic oder Manga zu werden. Ich zeichnete täglich, wobei ich immer komplexere Welten und Charaktere entwarf und die Geschichte stetig erweiterte und veränderte.
Irgendwann realisierte ich, dass die Legende dabei ein solches Ausmaß angenommen hatte, dass es mir nicht mehr möglich sein würde, sie im vollen Umfang ihrer Vielschichtigkeit in Form von Zeichnungen vermitteln zu können. Mit sechzehn entschied ich mich deshalb dazu, sie als Roman niederzuschreiben. Neben der Schule arbeitete ich täglich an dem so umfangreichen Werk, bis es im Alter von neunzehn schließlich vollendet war. Die letzten Korrekturen machte ich auf meiner dem Abitur folgenden, einjährigen Reise durch Australien und Japan, sodass ich die Legende von Marana dann aus meinen Händen geben konnte, um mir meinen Traum einer Veröffentlichung zu erfüllen; den Traum davon, meine Geschichte mit anderen zu teilen. 
 
  • Wann kommt die Fortsetzung von Marana?
Inzwischen habe ich mir die Rechte von meinem ursprünglichen Kleinverlag zurückgeben lassen, da die Zusammenarbeit mit diesem für erste Erfahrungen, als  nötiger Schritt auf dem Weg diente, jedoch lange nicht das Ziel auf meinem Weg sein sollte. Gegenwärtig arbeite ich daran, diese erste Auflage zu überarbeiten und neu zu strukturieren, da die Geschichte in den letzten Jahren noch einmal maßlos an Komplexität gewonnen hat. Ich arbeite zeitgleich an dem neuen Band Eins wie auch den Folgebänden Zwei und Drei.  Alle Updates zu dem Fortschritt finden sich hier oder auf der Facebook-Seite zu Marana (unter "Bastien Anderie-Meyer").


  • Was ist das Besondere an Marana?
Marana entstand mit meinem Wunsch, eine Geschichte zu schaffen, wie es sie noch nicht gab.

Ich kritisier(t)e viele Aspekte in populären Fantasy-Geschichten, die ich selber gelesen habe. Klischeehafte Welten mit Elfen in Wäldern und Trollen in Höhlen gibt es inzwischen in ebenso zahlreicher Form wie selbstbewusste Protagonisten, die ihr Leben für ihre Freunde und das Gute riskieren. Ich wollte eine Welt schaffen, die überraschend und neu ist, mit Charakteren, die nicht einfach zu durchschauen sind, vorhersehbar handeln oder ganz selbstverständlich das selbstlose Herz eines aufopfernden Helden besitzen, sondern stattdessen natürliche, menschliche Charakterzüge und Schwächen innehaben. Ich wollte ein Stück unvorhersehbare Realität in dem weiten Universum der Fiktion schaffen, und damit entstand die Welt von Marana.
In der Welt von Marana ist alles möglich; und das nicht nur im Fantastischen, sondern auch im Negativen. Helden können ihren Mut und Willen verlieren wie jeder andere. Protagonisten handeln nicht wie verlangt, gewünscht oder gehofft, sondern nur, wie es ihren Eigenschaften entspricht. Die Legende von Marana entstand nicht, um ihren Zuhörern zu gefallen, sondern allein, um wahrheitsgemäß und unverfälscht zu berichten, was geschehen ist und unsere heutige Welt so maßgebend veränderte. Das Buch kreierte nicht die Geschichte, sondern die Legende schuf das Buch.


  • Gibt es reale Vorbilder für deine Figuren, Orte oder Namensgebung?
Für Personen nicht, viele Inseln zeigen aber Charakteristiken von besonderen Orten, die ich in Australien und auf meinen Reisen durch Europa und Südost-Asien kennengelernt habe. Die Namen von Personen und Orten in Marana haben generell eine Bedeutung, welche auf ihren Ursprung zurückzuführen sein könnte, verborgene Hinweise andeutet oder sich unter anderem auf bevorstehende Ereignisse in Verbindung mit dem jeweils Benannten bezieht. Die Spitznamen, die Ikarus Amaterasu gibt, sind ebenso nicht willkürlich gewählt, sondern verbergen Wortspiele vonseiten Ikarus.


  • Die Geschichte beginnt mittendrin und am Anfang folgt schon der erste Kampf. Erst später klärt sich, wie die einzelnen Charaktere ihren Weg zueinander gefunden haben. Wieso hast du die Geschichte so starten lassen? 
Ich selbst bin kein Freund von langen, ausartenden Erklärungen bezogen auf Welten und Personen, wenn die eigentliche Geschichte noch nicht einmal begonnen hat. Mich müssen die ersten Sätze eines Buches überzeugen, und genau das habe ich als Autor auch meinen Lesern bieten wollen. Werdet mitgerissen im Kampf, über den Hintergrund dazu sprechen wir später!


  • Hast du eine Lieblingsperson aus deiner Geschichte?
Ich liebe Epees Kämpfe und die logische, gefasste Denkweise von Kommandant Galaman. Beides schreibe ich unglaublich gerne. Bezogen auf die Persönlichkeiten der Charaktere habe ich jedoch keinen Liebling, wenn ich mich im Laufe meines Schreibens auch distanzierter zu und verbundener mit einigen gefühlt habe. Es ist ein merkwürdiges Gefühl daran zu denken, dass ich Zezayas Alter hatte, als ich mit den ersten Ausarbeitungen der Geschichte begann, jetzt inzwischen aber schon so alt wie Ikarus bin. (Ich hoffe, dass ich die Serie beende, bevor ich Galaman altersmäßig überhole).
Um auf die Frage zurückzukommen; wenn ich die Charaktere letztendlich nicht alle irgendwo mögen würde, wären sie schon tot :D


  • Ist es ein Zufall, oder ist Esco Hellin mit Blackcalb verwandt?
Der einflussreiche Admiral Esco Hellin ist niemand geringeres als Blackcalbs Vater, welcher den Lebensweg seines Sohnes unter seinen eigenen Fußspuren gezogen hatte. Edward und Harmon haben ihre Grundausbildung auf Porta absolviert.


  • Woher kam das große Gesteinsstück, das es den Fischmenschen verwehrt hat, Zezaya in der Höhle der Piraten zu folgen?
Das wüsste Zezaya auch gerne. Die mysteriöse Stimme, die er bei der Durchfahrt zwischen den Vulkanen vernommen hat ist ein ebenso großes Rätsel, welches sich (zumindest irgendwann) aufklären wird. "Der Autor" weiß mehr.


  • Ist Cerva wirklich tot?
Ja, leider. Er war einer der Charaktere, die mir besonders gut gefallen haben. Es ist schade, dass alle Hintergründe zu seiner Person verborgen bleiben werden.

  • Ist Alyuri wirklich tot?
Das weiß nur Sirin.

  • Ist Kisuke wirklich tot?
Mh ... Langsam werden diese Fragen sehr einseitig ...


  • Hast du dich selbst als eine der Romanfiguren dargestellt?
Es ist eine der tollsten Vorstellungen, selbst in eine so fantasievolle Welt einzutauchen und diese zu durchschreiten. Aber keine der bis jetzt aufgetretenen Figuren kann mit mir verglichen werden. Sie alle haben jedoch bestimmte Eigenschaften und Einstellungen, die ich gut nachempfinden kann. Ich teile vor allem Zezayas Liebe für Abenteuer und seine Begeisterung für Magie.
Selbst wenn ich versucht hätte, jemanden nach meinem eigenen Vorbild zu schaffen, bezweifle ich, dass mir dies gelungen wäre. Während des Schreibens habe ich bemerkt, dass es irgendwann einen Punkt gab, einen sich langsam einschleichenden Moment, von dem an es mir als Autor unmöglich war, das Handeln meiner Charaktere weitergehend nach meinem eigenen Willen zu formen.
Nehmen sie erst einmal deutliche Form an, und dies geschieht schneller als man es selbst begreifen kann, kann man als Autor nicht mehr gänzlich frei als Hand des Schicksals tätig sein. Stetig gab es zum Beispiel Momente, in denen ich dachte, dass es gegenwärtig spannend wäre, wenn Zezaya nun dies oder das täte, oder Epee jene wichtige Information von sich preisgeben würde. Aber ich konnte sie nicht mehr nach meinem Wünschen handeln lassen, da ihre Charaktere ein solches Eigenleben angenommen hatten, dass Zezaya sich nicht getraut hätte, meinen Vorstellungen Folge zu leisten, und Epee sich schlichtweg erst gar nicht für den Fortgang der Geschichte interessierte.
Hätte ich jemanden nach meinem Vorbild geschaffen, wäre auch dieser Mann nach kurzem nicht mehr mit mir zu vergleichen gewesen. Ich werde älter, erlebe meine eigenen Abenteuer und verändere mich, während er eine ebensolche Wandlung in der Welt von Marana durchmachen würde. Unsere Geschichte würden wir zwar als ein und dieselbe Person beginnen, sie jedoch als zwei gänzlich verschiedene Menschen beenden.
 
Dann aber ... wer möchte sein Leben lang nur er selbst sein? Im Leben ist jedem von uns ein Startpunkt und ein Ziel gegeben. Es gibt einen Anfang und ein Ende für jeden, wobei wir den Weg dazwischen frei wählen. Welche Abzweigungen wir auf diesem unserem Weg wählen entscheidet dabei, wer wir als Mensch werden.
 
Wer aber liest und schreibt, kann hunderte Wege gehen, tausende Wege besuchen, eine unendliche Menge an Leben erleben. Geschichten sind nicht dazu da, unsere Wirklichkeit und unser Selbst so abzubilden, wie wir es bereits kennen. Sie sollen uns entführen und verwirren, sie sollen unsere Köpfe mit denen unserer Helden zusammenstoßen, uns sie begleiten und gar mit ihnen streiten lassen. Wenn wir schreiben und lesen, schenken wir uns selbst diese grenzenlose Freiheit, wie sie nur in atmenden Seiten zu finden ist.